Mr Hollywood war ohne Zweifel ein ganz besonderes Pferd in der Trainerkarriere von Henk Grewe, denn was der auf der BBAG für gerade einmal 15.000 Euro in den Besitz von Sebastian J. Weiss und Wanja Sören Oberhof gelangte Iquitos -Sohn auf den grünen Rasen zauberte, war um im Terminus zu bleiben, einfach nur “großes Kino”.
Obwohl nicht immer mit Fortuna im Bunde, gewann er insgesamt drei Rennen, erhielt für seinen Maidensieg im April 2023 die höchste GAG-Marke, die je nach einem sieglosen Rennen durch Chefhandicaper Harald Siemen vergeben wurde. Nach diesem fast schon geschichtsträchtigen 16-Längen-Triumph gewann er das Bavarian Classic und schlug dabei unter anderem Fantastic Moon. Bei jedem Start in seiner Karriere außer im Prix de l’Arc de Triomphe, verdiente er Geld und galoppierte dabei über 300.000 Euro ein, wobei der Löwenanteil davon aus den Ehrenplätzen im Deutschen Derby hinter Fantastic Moon und im Großen Preis von Baden hinter dem französichen Favoriten Zagrey resultiert.
2024 und damit seiner letzten Saison für Henk Grewe, war er zwar mit einem Sieg über seinen Hamburger Bezwinger im Hoppegartener Preis von Dahlwitz gleich wieder viel versprechend in die Saison gestartet und lief auch bei allen weiteren Starts auf Gruppe – Ebene ins Geld, doch ein weiterer Sieg wollte ihm einfach nicht mehr gelingen. So liegt sein zuvor angesprochener letzter Treffer nun schon fast genau ein Jahr zurück.
Nach einem fünften Platz Anfang September im GP von Baden, verließ er gegen Ende des Jahres das Quartier und kam leider nicht mehr zurück. Da sich eine angedachte Winter – Kampagne im Wüstenemirat Katar und damit der Heimat seines später fünfzigprozentigen Mitbesitzers Sheikh Al Thani nicht realisieren ließ, entschied man sich von Besitzerseite aus gegen eine Rückkehr nach Köln und läßt den Iquitos – Sohn seit einem abgeschloßenen Pre – Training, nun von Henry – Alex Pantall im westfranzösichen Beaupreau vorbereiten.
Nun gibt er am Donnerstag als Fünfjähriger in Saint Cloud im zur Listenklasse zählenden Prix de la Porte de Madrid und unter Tony Piccone sein come back. Dabei trifft er auf sieben Gegner, darunter auch Marian – Falk Weissmeier’s Neuzugang Rashford, als einziger aus deutschen Landen anreisender Starter in diesem 52.000er über Derbydistanz.
Archivfoto: Marc Rühl