Zwei Pferde des Quartiers nutzen den hierzulande rennfreien Sonntag zu einem Trip zum Champions – Day auf der Capannelle – Rennbahn von Rom. Beide starten im zur Gruppe III zählenden und mit 207.900 Euro dotierten Premio Roma über 2.000 Meter. Dabei trifft das Duo auf neun Gegner, darunter mit Best Lightning, Nariman und Petit Matin drei weitere aus Deutschland anreisende Vierbeiner.
Die Farben des Gestüt Karlshof vertritt davon Straight, für den man wie in Köln Luke Morris als Reiter verpflichtet hat. Der sechsjährige Zarak – Sohn zählte in den letzten drei Jahre unbestritten zu den hierzulande besten Pferden auf Steherdistanzen. Ende September hatte sich der Union -Sieger bei seinem Comeback – Start nach 385-tägiger Pause auf allerhöchstem Gruppe I Niveau im Kölner Preis von Europa als Vierter hinter Goliath, Dubai Honour und Hochkönig gleich wieder bestens aus der Affaire gezogen. Zumal er ohne eine Störung in der Schlußphase vermutlich sogar Zweiter geworden wäre. Mit dieser Form im Rücken, fuhr man vor zwei Wochen natürlich hoffnungsvoll zum 506.000 schweren und zur Gruppe II zählenden Premio del Jockey Club nach Mailand. Vom letzten Platz kommend, machte er sich zwar im Einlauf besser bemerkbar und schien auch kurz mehr erreichen zu können, kam auf den letzten 300 Metern jedoch nicht weiter und letztlich nur als enttäuschender Siebter ins Ziel. Da ist jetzt Wiedergutmachung angesagt.
Lommi läuft für Eckhard Sauren und wird natürlich von Thore Hammer – Hansen geritten. Der Churchill – Sohn, ein 78.000 Euro Arqana Kauf aus der Familie der 2020 in den German 1.000 Guineas erfolgreichen Lancade, hat bei sieben Starts noch nichts falsch gemacht und war mit einer Ausnahme im Geld. Beim Debut bärenstarker Dritter in den hoch dotierten Arqana Series des Poulains, setzte er mit dem Ehrenplatz hinter Gostan im Winterfavoriten eine erste Duftmarke, katapultierte sich spätestens mit dem übelegenen Sieg im Ratibor – Rennen endültig in der „bel etage“ des Jahrgangs und war nach seinem erneuten zweiten Platz zu Saisonbeginn hinter Gostam im Bavarian Classic endgültig auf Derbykurs. Leider kam er aus dem Badener Derby – Trial mit einer Verletzung zurück und mußte aussetzen. Sein come – back bitte Oktober in Baden Baden stand dann leider unter keinem glücklichen Stern. In einem als Aufbaurennen für jetzige Aufgabe gedachten Ausgleich I, kam Hengst nach 36-tägiger Pause und einem Gerangel zu Beginn der Geraden, nur als unter Wert geschlagener Sechster über die Linie. Da hofft man natürlich, das jetzt auf die verpatzte Generalprobe, eine umso mehr gelungene Premiere folgt.
Fotos: Marc Rühl – Straight (o.) – Lommi (u.)
Abacus