Zwei Pferde des Derbyjahrganges schickt Trainer Henk Grewe zum Renntag am Sonntag auf dem Mülheimer Raffelberg.
In einer 1.500 Meter Prüfung für dreijährige Pferde die nicht mehr als ein Rennen gewonnen haben, peilt Christian Heinze’s bei zwei Starts ungeschlagener Namaron mit Leon Wolff den Hattrick an. Der von Besitzerseite selbst gezogene Amaron – Sohn aus einer Brümmerhofer Erfolgsfamilie um Novemba, Niagara und Nerion, kam zwar nicht so früh in den Rennstall und ist schon Wallach, aber wie man erleben durfte, wahrlich nicht aus der Art geschlagen. Bereits beim Debut am zweiten Weihnachtag in Mülheim auf tiefer Bahn ein völlig überlegener Sieger, deklassierte er vom Boden weitgehend unabhängig auch Mitte Februar auf Dortmunder Sand mit elf Längen Vorsprung förmlich die Gegner. Hauptziel für ihn ist Ende April in Krefeld das zur Gruppe III zählende Dr. Busch – Memorial, für ihn als Wallach quasi sein “Ersatzderby”. Danach soll er erst einmal pausieren und im späteren Saisonverlauf dann gegen die älteren Semester antreten.
Erstmals Seide trägt dagegen der im Besitz von Liberty Racing 2023 Gold stehende und ebenfalls von Leon Wolff gerittene Diamond Spirit in einer 2.100 Meter Prüfung für dreijährige sieglose Pferde. Wenn alles passt, soll es mit dem auf der BBAG 64.000 Euro teuren und über riesiges Stehvermögen verfügenden Waldgeist – Sohn in Richtung Derby gehen. Seine mit 94 Kilo eingeschätzte und die Familie von Dayton und Donalson vertretende Mutter Diamond Dove, avancierte in ihrer ersten Saison zur Winterkönigin sowie Champion Stute ihres Jahrganges, war dreijährig mehrfach auf Gruppeparkett placiert und dabei vorallem Zweite in der Diana. Mit dem ebenfalls von Henk Grewe vorbereiteten und im Oleander Rennen zweitplacierten Gleneagles – Sohn Dolcetto, hatte sie auch bereits ein veritables 3.000 Meter – Pferd auf der Bahn. Und auch über seinen Vater sollte Diamond Spirit mit noch mehr Stehvermögen gesegnet sein. Nennungen besitzt er jedenfalls für Union Rennen und Derby, ist aber auch für die Auktionsrennen in Hamburg, sowie Baden Baden und zu Saisonschluß auch in Mülheim und Halle eingeschrieben. Leicht ist es nicht, denn fünf der zwölf Gegner sind auch Kandidaten für Hamburg.
Fotos: Marc Rühl – Namaron (o.) – Diamond Spirit (u.)